Wie Fast Fashion und Nachhaltigkeit zusammenpassen – Gedanken über Konsum, Ökologischem Bewusstsein und H&M

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Als ich mit dem Capsule Wardrobe Experiment angefangen habe, ging es mir ehrlich gesagt gar nicht um den Umweltschutz oder Ökologie. Ich war unzufrieden mit meiner Garderobe.
Die letzte Jeans war gerade kaputt gegangen und ich musst tatsächlich mit einem Loch in der Hose (ja, das befand sich am Po!) shoppen gehen um eine Neue zu finden. Das war endgültig genug! Gleichzeitig war mir aber  auch bewusst, dass ich nicht auf Anhieb eine komplette neue Garderobe bezahlen kann.

Capsule Wardrobe als Lösung

Auf der Suche nach einer Lösung für das Problem bin ich bei Pinterest über die Capsule Wardrobe gestolpert. Und da wusste ich, dass ich mit Hilfe dieses Konzepts mir meine Traum-Garderobe aufbauen kann! Und zwar langsam und bewusst.

Und dieser Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen! Ja, ich kaufe Teile bei H&M, Zara und Co. auch weil ich nicht so sonderlich viel verdiene. Aber wenn man sich die oben stehende Pyramiden-Grafik anschaut ist das Capsule Wardrobe Projekt trotzdem gut geeignet um sich nachhaltiger zu verhalten.
Ich glaube nicht viele können von sich behaupten nur ein weißes T-Shirt, nur eine blaue Skinny Jeans, nur ein Paar Ballerinas zu besitzen.
Das Problem ist, dass die Meisten von uns zu viele der gleichen Sachen in ihrem Schrank lagern anstatt ein Teil, das sie wirklich absolut lieben in guter Qualität, das sie von Saison zu Saison begleitet.

Zero Waste und Capsule Wardrobe

Deswegen bestelle ich auch recht viel, schicke aber auch immer viel zurück, weil ich eben auf der Suche bin nach den richtigen Stücken. Nach Teilen, die ich Jahr für Jahr tragen kann. Mein graues Shirt ist zum Beispiel 5 Jahre alt, mein Jeanshemd bestimmt 8! Eine neue Jeans habe ich mir erst gekauft, als die letzte durchgescheuert war.

In der E-Mail an meine Leserin führte ich auch an, dass die goldenen Regeln des Zero Waste Lifestyle (also der Menschen die keinen Müll mehr produzieren möchten à la Bea Johnson) die 5 R’s sind: Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, Rot ( also auf deutsch ablehnen, reduzieren, wiederverwenden, recyceln, kompostieren) und genau bei den ersten 3 R’s findet man ja auch die Capsule Wardrobe wieder.
Man lehnt 1. alle Teile ab die nicht 100% gefallen, zum eigenen Stil passen oder einfach nur Notlösungen wären. 2. reduziert man seinen Kleiderschrank auf das nötigste (ca. 37 Teile pro Saison) und 3. verwendet man wirklich alle Teile wieder und wieder, bis man es schließlich zu einem der anderen R’s zuführen muss.

Natürlich gibt es Leute, die noch viel mehr machen als ich: Zero Waste, Vegan, nur Second Hand kaufend. Trotzdem lasse ich mich davon nicht einschüchtern oder noch schlimmer: ich werde mich deswegen nicht schuldig fühlen. Ich tue soviel ich kann, ich denke über jeden Kauf nach, ich setzte mich damit auseinander und ich versuche die beste Qualität, die ich mir leisten kann zu kaufen.
Und ich glaube wenn jeder sich so verhalten würde, müssten die großen Ketten ihr Konzept umstellen. Denn wenn wir als Konsumenten weniger, dafür aber bessere Qualität kaufen, müssten sie diese Kriterien erfüllen um uns weiter als Kunden zu halten.

Fazit

Ihr werdet bei mir auf dem Blog also auch weiterhin Stücke von Zara, H&M, Topshop und Co. sehen. Seid euch aber sicher, dass ich jedes Teil mit Sorgfalt gewählt habe. Gleichzeitig werde ich natürlich versuchen mich zu verbessern, doch ab und zu mal bei Kleiderkreisel vorbeischauen und noch mehr auf Qualität setzen bis ich meiner Traum-Garderobe ganz nah bin!

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